Apple nimmt Macbook 12 Zoll aus dem Handel


Die Schnäppchenpreise für das Macbook 12 Zoll deuteten es schon an: Das Modell von 2015 hat sich überlebt.

Update vom 9. Juli, 15.40 Uhr:

Apple hat das Macbook 12 Zoll aus dem Handel genommen, zeitgleich mit dem Update und der Preissenkung für

Macbook Air und Macbook Pro 13 Zoll
. Die Gründe für das Ende des im März 2015 vorgestellten und in den Jahren 2016 und 2017 aktualisierten Macbooks beleuchtet unser Artikel, den wir heute – gewissermaßen in Vorahnung – veröffentlicht hatten, bevor uns die Nachrichten aus Cupertino erreichten. Apple hat die Gelegenheit aber auch für weitere Renovierungen seines Angebots genutzt. So ist seit heute auch nicht mehr das Macbook Air des Modelljahres 2015 zu kaufen, das zuletzt als Einstiegsmodell diente – die Preissenkung von 100 Euro über die Palette hinweg machte das Gerät überflüssig. Auch das 13-Zoll-Macbook-Pro ohne Touchbar fehlt nun im Portfolio. Apple hatte dieses seinerzeit als Retina-Alternative für das Macbook Air positioniert, bei den letzten Renovierungen des Macbook Pro aber außen vor gelassen. Seit Oktober 2018 hat das Macbook Air auch selbst ein hochauflösendes Display, insofern war das nun aus dem Store genommene Modell bereits damals überflüssig geworden.

pm

Original vom 9. Juli, 13.32 Uhr:

Nachdem Apple nach vielen Jahren ohne Neuerungen sowohl dem

Mac Mini
als auch dem

Macbook Air 2018
ein Update spendiert hat, ist das

Macbook
(neben dem Macbook Pro ohne Touchbar) nun das Modell, das am längsten ohne Update oder zumindest einen Hinweis auf ein neues Modell auskommen muss. Dabei würde dem Winzling eine Auffrischung gut zu Gesicht stehen, um zumindest den langsamen USB-Anschluss auf ein aktuelles Tempo (USB 3.1 mit 10 GBit/s oder sogar mit Thunderbolt 3) zu heben und um eine bessere Kamera einzubauen.

Seit geraumer Zeit ist das Macbook recht preisgünstig zu haben
, vor allem, wenn man nicht auf eine bestimmte Farbe abonniert ist. Denn die goldene Version des Basismodells mit 1,2 GHz und 256 GB SSD ist bei


Amazon

und bei

Notebooksbilliger
für 1099 Euro zu haben (Stand 8. Juli 2019). Das sind 400 Euro weniger als im Apple-Store, und 170 Euro günstiger als in Apples Refurbished-Store. Für die silberne Ausführung muss man bei beiden Anbietern 50 Euro mehr ausgeben, für die graue Version sogar 209 Euro. Auch das Modell mit 1,3 GHz und 512 GB SSD kostet bei beiden Anbietern in Gold nur 1359 Euro und ist damit ebenfalls 170 Euro günstiger als in Apples Refurbished-Store.

Ob es sich bei diesen recht günstigen Angeboten nur um die Lagerräumung einer nicht stark nachgefragten Farbe handelt, oder ob das auch ein Hinweis darauf sein könnte, dass eine überarbeitete Version des Macbook geplant ist, lässt sich natürlich nicht beantworten.

Zumindest hat Apple sieben neue Macbook-Modelle bei der EEC angemeldet
, darunter könnte natürlich auch ein neues Macbook sein.

Prozessoren für Macbooks

Einen Nachfolger für den aktuellen Core m3-7Y32 Prozessor hat Intel mit dem Core m3-8100Y zwar im Angebot, dieser unterscheidet sich aber kaum vom Vorgänger, nur die Turboboost-Geschwindigkeit ist mit maximal 2,4 GHz höher als bisher. Auch die Grafikeinheit ist identisch. Anders sieht es dagegen bei den von Intel angekündigten Mobilprozessoren der 10. Generation aus (Ice Lake). Die im neuen 10-nm-Verfahren produzierten Mobilprozessoren sollen ab Juni 2019 verfügbar sein und sind eine deutliche Weiterentwicklung.

Einige Daten hatte Intel schon bekannt gegeben, Einzelheiten zu den jeweiligen Modellen gibt es aber noch nicht. Es wird Ice Lake in Strom sparenden U- und Y-Versionen geben. Die Prozessoren werden größere Level-1- und Level-2-Caches haben und LPDDR4-Arbeitsspeicher unterstützen. Die U-Versionen haben Intels Informationen zu Folge vier Prozessorkerne, die Y-Ausgaben deren zwei, jeweils mit Hyperthreading und Turboboost. Zudem wird die Grafikeinheit (Generation 11) bis zu 64 Ausführungseinheiten (EUs) besitzen und auch sonst leistungsfähiger als die aktuelle Generation 9,5 sein, wobei davon auszugehen ist, dass es Varianten mit weniger und mit mehr EUs geben wird.

Neu ist auch die Integration von Thunderbolt 3 und von WiFi 6 in die Prozessoreinheit. Da Intel den Stromverbrauch (TDP) der neuen Prozessoren mit 9 Watt (Y) und mit 15 Watt (U) angibt, im aktuellen Macbook aber ein Prozessor mit 4,5 Watt TDP arbeitet, ist aber nicht sicher, ob sich ein überarbeitetes Macbook weiterhin ohne Lüfter betreiben lassen wird, sofern es denn kommt. Zwar braucht auch der bisher notwendige separate Thunderbolt-3-Controller Strom, der ja nun in den Prozessor integriert ist. Das Macbook hat diesen aber (leider) nicht, und so wird hier kein Strom gespart. Anders würde dies beim Macbook Air aussehen, das momentan einen Prozessor mit 7 Watt TDP sowie einen Thunderbolt-Controller mit zusätzlichem Stromverbrauch hat. Hier sollte eine TDP von 9 Watt keine Probleme bereiten.