Kleine Überraschungen: Teardown des Macbook Pro 13-Zoll von 2019


Das neue Macbook Pro 2019 wurde von iFixit zerlegt und bietet einige positive und negative Überraschungen.

Bei der Vorstellung der neuen Einstiegsversion des Macbook Pro 13-Zoll mit 1,4 GHz-CPU fragte sich mancher, wo eigentlich die Unterschiede zum teureren Modell liegen – größter Unterschied ist ja, dass das günstigere Modell nur zwei statt vier Thunderbolt-Ports bietet.

Die Spezialisten von iFixit

haben aber jetzt das neue Modell zerleg
t und einige interessante Unterschiede feststellen können. Offensichtlich basiert das neue Modell nämlich intern sowohl auf dem alten Modell ohne Touchbar, als auch dem neuen Modell mit vier Thunderbolt-Ports.

Gut: Das neue Modell mit Modellnummer A2159 erhält gegenüber dem Modell von 2017 einen etwas größeren Akku, der statt 54,4 Wattstunden nun 58,2 Wattstunden bietet – und nebenbei etwas größer ist als der Akku des teureren Modells mit 58 Wh.

Auffällig: Im Unterschied zum teureren Modell bietet das neue Gerät wie sein direkter Vorgänger ohne Touch Bar nur einen einzigen statt zwei Lüfter. Allerdings ist der Prozessor wie bei den Vormodellen auf eine niedrigere Leistung ausgelegt, eine TDP von 15W. Erst Benchmarks zeigen allerdings trotz dieser niedrigeren Leistung fast die gleichen Leistungswerte wie bei den Top-Modellen. Hier sollten längere Praxistests Klarheit schaffen.

Intern musste Apple Platz offensichtlich für TouchID-Sensor, T2-Chip und Touch Bar schaffen, was einige Änderungen des Aufbaus bedingt. Ein wenig verkleinert haben die Ingenieure deshalb die für die Ableitung von Wärme zuständige Heat Pipe. Etwas minimiert hat Apple aber auch den Lautsprecher des Macbook Pro, wohl um Platz zu sparen. Sowohl an der Ableitung von Abwärme als auch Tonqualität sollte dies aber nach Einschätzung der Techniker von iFixit wenig ändern.

Schade: Statt einer modularen SSD wie beim Vorgänger ist im neuen Modell jetzt eine mit dem Mainboard verlötete SSD zu finden. Im Unterschied zu dem Modell von 2016 kann die SSD also nicht aufgerüstet werden.

Wie iFixit bereits nachweisen konnte, hat Apple mit den Macbook Pro von 2019 auch neue Versionen der Butterfly-Tastatur verbaut. Das neue Einstiegsmodell erhält nun ebenfalls diese neue Tastaturvariante – und ist bereits im Reparaturprogramm von Apple aufgeführt: Praktische eine 4-Jahres-Garantie auf die Tastatur.

Bei der Bewertung der Reparierbarkeit erhält das neue Macbook wie zu erwarten nur eine schlechte Bewertung: Es bekommt von iFixit nur zwei von zehn Punkten. Vor allem die vielen verklebten Komponenten und die nicht austauschbare SSD werden kritisiert. Was man aber erwähnen sollte: iFixit berwertet das Macbook aus der Sicht einer unabhängigen Werkstatt, für von Apple zertifizierte Werkstätten und den Apple Store ist eine Reparatur kein Problem.