Shadow Gamestreaming: System-Update und iOS-App


Mit Shadow von Entwickler Blade lassen sich aktuelle Windows-Spiele auch auf dem Mac streamen. Das Update Copperfield bringt neue und bessere Funktionen.

Über den Game-Streamingdienst Shadow haben wir schon

ausführlich berichtet, unter anderem hier
. Dieser stellt nicht nur die Option zum Spielen auf grafischer Höchststufe zur Verfügung, sondern liefert gleich eine komplette (online und virtuell) Windows-10-Umgebung, und zwar sowohl auf Windows-Rechnern wie auch Macs und inzwischen auch für iOS (iPhone und iPad). Durch eine hohe Bandbreite, entsprechendes Netz beim Empfänger vorausgesetzt, gehen Downloads und Installationen auch von Gigabyte-lastigen Spielen in der Regel beeindruckend schnell, und wenn man will, kann man mit dem Windows von Shade auch ganz normal arbeiten, samt Office & Co.

Ärger mit Update für Grafikkartentreiber

Dabei kann man den Client über verschiedene Rechnern laufen lassen, wenn auch nicht gleichzeitig, aber alle Windows-Umgebungen sind immer synchron. Was man also auf dem einen installiert, erscheint bald auch auf dem anderen – inklusive iPad oder iPhone (

App im App Store
). Dennoch, obwohl es sich um ein gestreamtes Windows über den Anbieter Blade handelt, muss man Windows 10 wie eine normale PC-Version aktualisieren (angezeigter Ausgangsstand im Windows-Update: 25.8.18!), was aber flott geht (bei uns bis zu 76 MB/s im Download). Auch für den Grafiktreiber respektive die virtuelle Grafikkarte Nvidia Quadro P5000 wird uns eine neuere Version als die gelieferte aufgezeigt. Diese Aktualisierung bekommt uns allerdings nicht gut, denn anschließend lässt sich Shadow beziehungsweise Windows 10 auf sämtlichen Plattformen nicht mehr starten. Zum Glück kann man im Client selbst alles löschen und Windows neu aufsetzen lassen. Benutzt man es für die tägliche Arbeit und hat wichtige Daten dort, oder muss seine(n) Spieleclient(s) wie Steam & Co. neu installieren, ist das natürlich ärgerlich. Doch nach etwa einer halben Stunde Wartezeit funktioniert wieder alles, diesmal wird nur Windows aktualisiert, den Grafikkartentreiber lassen wir lieber vorläufig unberührt. Die Spiele laufen auch so sehr gut, allerdings sollte man auch die Nvidia-Grafiktreiber schon aus Sicherheitsgründen besser auf dem neuesten Stand halten.

Shadow jetzt auch für iOS

Hintergrund für unsere neue Nachricht über Shadow ist zum einen die von uns erst jetzt bemerkte iOS-Version. Zum anderen hat der Entwickler ein stark überarbeitetes Update bekannt gegeben, mit dem sich der Streamingdienst komfortabler und besser einrichten lässt. Es lautet auf den Namen Copperfield (in Anlehnung an den berühmten Magier) und bietet laut Blade verbesserte Stabilität und Leistung, eine Weiterentwicklung und Bereitstellung neuer Funktionen sowie das Quickmenü statt dem bisherigen Control Panel. Dies ist ein Button in der rechten oberen Ecke des Bildschirms, der sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Shadow-Einstellungen ermöglicht und der sich bedienen lässt, ohne Shadow, und was gerade aktuell läuft, beenden zu müssen. Er lässt sich auch über die nach Plattform unterschiedlichen Tastaturkürzel aktivieren. Hier stellt man etwa die Bandbreite ein, kann den Vollbildmodus wechseln oder das Streaming neu starten und anderes mehr.

Eine kurze Bemerkung zum Spielen auf dem iPad oder iPhone. Wir haben “Shadow of the Tomb Raider” tatsächlich auf unserem iPad Pro (10,5 Zoll) starten können, und es machte dabei grafisch einen ausgezeichneten Eindruck. Wir konnten auch auf dem Display mit dem Spielgeschehen schwenken, Fortbewegungen oder gar Action waren uns aber nicht möglich, hier benötigt man ein externes Steuergerät wie einen iOS-kompatiblen Controller. Die Qualität war jedenfalls überraschend gut.

Kostenpflichtiger Probe-Monat und Jahresabonnement

Zur

Homepage von Shadow geht es hier
, die aktuellen technischen Details des virtuellen PCs mit Prozessor, Grafikkarte und anderen Angaben

stehen an dieser Stelle
. Nach wie vor zahlt man für ein zwölfmonatiges Abonnement 30 Euro pro Monat, wobei man für diesen Preis auch zunächst einmal einen Monat lang testen kann, das heißt ohne Vertragsbindung.